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Der EU-"Frühjahrsgipfel" 2004 machte Druck: Die EU läuft Gefahr, ihr
"ehrgeiziges Ziel zu verfehlen", die EU zum "wettbewerbsfähigsten und
dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen" -
Eine beschleunigte Umsetzung der "Lissabon-Agenda" und deren "strengere
Überwachung" durch die EU soll Abhilfe schaffen - was verbirgt sich
dahinter? - Wenn in EU-Texten von der "Erhöhung der Beschäftigungsquoten"
die Rede ist, ist das nicht gleichbedeutend mit Abbau der Arbeitslosigkeit
und Schaffung von existenzsichernden Vollarbeitsplätzen - Es droht eine
neue Welle eines umfassenden neoliberalen Angriffs zur Flexibilisierung
der Arbeitsverhältnisse, zur Aushöhlung von Tarifverträgen, zur
Ausweitung des "Niedriglohnsektors" und zur weiteren Zerstörung
der Sozialsysteme. Die verstärkte ökonomische Umstrukturierung des
EU-Wirtschaftspotentials, die Osterweiterung, die EU-Verfassung mit ihren
supranationalen Staatsstrukturen und der Ausbau der EU zur Militärmacht
sind keine isoliert voneinander verlaufenden Vorgänge - ihr innerer
Zusammenhang liegt in der Zielsetzung, die EU zum "global player",
d. h. zu einer eigenständigen ökonomischen und politischen Weltmacht
neben den USA, mindestens "auf gleicher Augenhöhe" mit ihnen, zu machen.
Aus dem Inhalt: Die Strategie von Lissabon: "Beschäftigungspolitik"
im sozialen Rückwärtsgang - Wie die EU "ungenutztes Humanpotenzial"
aktivieren und "Arbeit attraktiv machen" will - Verfassungsentwurf:
Die EU auf dem Weg zum Superstaat - Ein europäisches Korsett für viele
Bereiche - Neoliberaler Kapitalismus als Verfassungsprinzip - Was bringt
die Osterweiterung? -Die EU als "global player": Von der "Weltmacht in
Reserve" zum "globalen Kraftzentrum" - Widerspruchsvolles Verhältnis zu
den USA - Fragen nach der Alternative
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