Die Privatisierung des öffentlichen Sektors steht mit im Zentrum
der neoliberalen, marktradikalen Agenda. Ob Bildung oder Gesundheit,
ob Wasser oder Altersvorsorge – alles soll zum Profitfeld der
Konzerne gemacht werden.
Den großen Probelauf unternahm die Koalition aus Regierung und Kapital
mit der Deutschen Bundespost (DBP). Vor 10 Jahren (1995) wurden aus der
früheren DBP die Deutsche Post AG, die Deutsche Postbank AG und die
Deutsche Telekom AG. Dieser bislang umfangreichsten Enteignung ging
ein jahrelanger Kampf gegen die Zerschlagung und Privatisierung der
DBP voraus.
Alle die damals von der Deutschen Postgewerkschaft vorhergesagten Folgen
der Privatisierung sind eingetroffen: die Versorgung der Kunden hat sich
ebenso verschlechtert wie die Lage der Beschäftigten. Post und Telekom
haben in den letzten Jahren über 200.000 Arbeitsplätze abgebaut –
im November 2005 hat die Telekom erklärt, bis 2008 weitere 32.000
Arbeitsplätze zu streichen.
Der isw-report schildert den Kampf gegen die Privatisierung der DBP
und benennt die Gründe, die verantwortlich waren für sein Scheitern,
deren erster darin zu suchen ist, dass in Deutschland der "politische"
Streik verboten ist. Er analysiert die Entwicklung von Post AG und
Telekom AG zu Global Players, die sich am globalen Höchstprofit und
nicht am Gemeinwohl orientieren.
Wer den Report liest, ist besser gewappnet für die kommenden
Auseinandersetzungen beim Versuch der Überführung öffentlicher
Einrichtungen in die kapitalistische Profitwirtschaft.
Inhaltsverzeichnis (pdf, 32 kB)
Vorwort
von Franz Treml, stellv. Vors. ver.di
(pdf, 36 kB)
Editorial
von Ewald Wehner, ehem. Mitglied im Geschäftsführenden Hauptvorstand
der früheren DPG
(pdf, 28 kB)
Bestellflyer (pdf, 64 kB)
Zurück zur Übersicht
Home
|