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Die Propaganda der Globalisierung ruht immer noch auf dem morschen
Gerüst der 200 Jahre alten Theorie der komparativen Kostenvorteile von
David Ricardo. Danach handelt es sich schlicht um eine internationale
Ausdehnung der Arbeitsteilung, die zu einem höheren Wohlstand aller Länder
und Völker führe. In isw-report 65 wird nachgewiesen, dass diese These
von Anfang an nur die Rechtfertigung für die Übervorteilung der weniger
"entwickelten" durch die schon weiter industrialisierten Länder war. In
der Globalisierung von heute, die nicht mehr von Ländern, sondern von
Transnationalen Konzernen getrieben wird, wirkt die Behauptung eines
wachsenden Wohlstandes aller Völker wie blanker Hohn. Mit einer Fälle
von Material wird belegt, dass mit dem Fortschreiten dieser neoliberalen
Globalisierung Armut und Arbeitslosigkeit global zunehmen, und zwar sowohl
in den Ländern des Südens wie in den Industrieländern des Nordens. Am
Beispiel des völlig fehlgeschlagenen Millenium-Projekts der UN, die bis
2015 die Zahl der von Armut und Hunger geplagten Menschen halbieren
wollte, erweist sich, dass eine "bessere Welt" mit diesem globalen
Kapitalismus nicht möglich ist. Nicht nur kann man mit dieser Art von
Weltwirtschaft nicht auf einen allgemeinen und nachhaltigen Weg zur
Überwindung der Unterentwicklung gelangen – das System bewegt sich in
der entgegen gesetzten Richtung, so das Fazit dieser Untersuchung.
Inhaltsverzeichnis (pdf, 40 kB)
Vorwort (pdf, 68 kB)
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