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Im Juli 2000 legten Deutschland, Frankreich und Spanien ihre zivilen und
militärischen Flugzeug- und Raketenpotentiale zu einem trinationalen
Konzern zusammen. Mit der EADS (European Aeronautic Defence and Space
Company) entstand der größte europäische Luft- und Raumfahrtkonzern,
der drittgrößte weltweit. Damit hat das globale Fusionsfieber in
der Rüstungsindustrie einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der
transatlantische Konkurrenzkampf um die Luft- und Weltraumherrschaft
wird jetzt an Schärfe zunehmen.
isw-spezial 13 zeigt auf, dass die
Herausbildung von Superkonzernen der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie
nicht ohne Rückwirkungen auf die Politik bleibt. So stehen die NATO-Länder
durch bereits beschlossene und zu erwartende Waffenprogramme vor einem
neuen Rüstungsboom. Bei der EADS schlägt sich das in gigantischen
Rüstungsprogrammen und hochfliegenden Rüstungsprofiten nieder. Durch
Teilprivatisierungen der Armeen werden der Großwirtschaft zudem neue
Profit- und Verwertungsfelder eröffnet. Die Studie weist nach: Durch
die Monopolisierung der Rüstungsindustrie, die enge neue Verzahnung der
Rüstungskonzerne mit Militär und Verteidigungsministerium entsteht ein
militärisch-industrieller Komplex neuer Dimension.
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