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Nach der Selbstauflösung der UdSSR und des Warschauer Paktes
sprachen viele vom "Ende der Geschichte", von einem kapitalistischen
Weltfrieden, in dem für Krieg und Rüstung kein Platz mehr war. Aus
der "Friedensdividende" aber wurde nichts. An die Stelle des
Bedrohungsszenarios "klassischer" Kriege zwischen Staaten oder Blöcken ist
eine neue Kriegsstrategie mit einem neuen Sicherheitsbegriff getreten. Als
Gefahr für die Sicherheit werden nun "missratene" Staaten angesehen, für
deren Entwaffnung und Demokratisierung nach westlichem Muster angeblich
"humanitäre" Einsätze notwendig wären. Die neuen Sicherheitsstrategien
der USA – "Krieg gegen den Terror" – ebenso wie der EU sind auf
solche kontinuierliche weltweite Einsätze ausgerichtet, die in letzter
Konsequenz auf die Errichtung eines globalen Polizeistaates hinauslaufen,
in dem das Machtmonopol in den Händen der USA und anderer westlicher
Großmächte liegt. Das isw-spezial setzt sich kritisch mit dem moralischen
Anspruch westlicher Kriegspolitik und deren Umsetzung in der Praxis
auseinander. Besonderes Augenmerk liegt auf der massiven Verquickung
vormals rein ziviler Konfliktbearbeitung mit militärischen Aspekten.
Einleitung als pdf (68 kB)
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