Im Herbst 2007 soll der Entwurf des Bahnprivatisierungsgesetzes im
Bundestag diskutiert und – so der Wille der Bundesregierung –
beschlossen werden. Es handelt sich um das größte Privatisierungsvorhaben
in der deutschen Geschichte. Ein öffentliches Vermögen im Wert von 150,
200 oder mehr Milliarden Euro, das in 170 Jahren erarbeitet wurde, soll
weitgehend privaten Investoren zugeschanzt werden. Soll das Vorhaben
noch gestoppt werden, muss noch stärkerer öffentlicher Widerstand
wirksam werden.
Winfried Wolf untersucht das Konzept der Bundesregierung und auch das
von Linken in der SPD angedachte Modell einer "Volksaktien-Bahn", das
er als eine fatale Möglichkeit ausmacht, den Privatisierungsprozess der
Bahn voranzutreiben. Dem stellt er als Alternative die Schweizerischen
Bundesbahnen (SBB) gegenüber, die eine überzeugende Erfolgsbilanz
aufweisen können und sich fast komplett in öffentlichem Eigentum
befindet. Anhand der Erfahrungen von Bahnprivatisierungen in England
und Japan sowie in zahlreichen Ländern der Dritten Welt schält Wolf die
grundsätzlichen Defizite und Gefahren der Privatisierung der Eisenbahnen
heraus.
Mitherausgeber: Bündnis Bahn für Alle
Inhaltsverzeichnis (pdf, 20 kB)
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