Die SoZ wird 25

Liebe Genossinnen und Genossen der SoZ,

herzlichen Glückwunsch zu Eurem 25. Geburtstag. In Eurer Jubiläumsausgabe habt Ihr viel Kritisches zum Zustand der linken Politik, der linken Medien und einiges dazu gesagt, warum Ihr Euch ändern müsst, um den Weg richtig weiterzugehen. Wir vom isw möchten Euch sagen: Wir sind froh, dass es Euch gibt und glauben, dass Eure Fähigkeit, viele und vielerlei linke Position gegeneinander ins Treffen zu führen und voneinander Schnittmengen mitzunehmen, die die Entwicklung einer schlagkräftigeren Linken fördern, von sehr großer Bedeutung ist. Das geht nicht ohne Konflikte und manchmal ist wohl auch das Geduldsfass am Überlaufen, aber Ihr kriegt das beispielhaft hin.

Eines an Eurer Arbeit ist besonders herauszustellen. Man spürt sofort, wenn man Eure Artikel liest, dass Ihr nicht nur informierend und kommentierend die Kämpfe und eben oft auch die Kampfmüdigkeit und Passivität begleitet, sondern dass Ihr Teil derer seid, die für Bewegung sorgen wollen. Klare Analyse und Orientierung ist die Voraussetzung – aber dann muss man die Zustände auch zum Tanzen bringen.

Ihr habt einen besonders schönen Text in Eurer Jubiläumsausgabe, den über die musikalische Zusammenfassung des Woodie-Guthrie-Gedenkfestes 1996. Die Überschrift, eine Zeile aus einem Goothrie-Song, sollten wir uns alle merken, als Vermächtnis: Till we outnumber them. Bis wir mehr sind als sie. Sagte die Häsin zum Hasen in der kleinen Höhle, worin sie Schutz suchten vor geifernden Hunden. Nun sind wir nicht kleine Häschen, aber die geifernden Hunde haben noch das Sagen und so schnell wie die Hasen werden wir uns kaum vermehren können. Aber die Zeiten für die linke Linie sind besser geworden: Till we outnumber them.

In diesem Sinn alles Gute für die Zukunft.

Im Namen der Redaktion des isw
Conrad Schuhler, September 2011