„Dass es künftig anders geh‘. Dabei hilft das isw.“

Gedicht von Wolfgang Blaschka, vorgetragen auf der Jubiläumsveranstaltung „25. Jahre isw – 25. Jahre Licht ins Dunkel“ am 28.11.15 im Kulturzentrum Neuperlach (München):

Wozu braucht’s das isw?
Fakten, Daten, Analysen:
Tausendmal drauf hingewiesen
auf die Gründe, auf die miesen
Tricks beim Lösen seiner Krisen
hat das Kapital bewiesen,
dass es seinen Holzweg geh‘,
so als gäb’s kein isw.

Dabei gibt’s das isw!
Demaskierung fieser Lügen,
Winkelzüge, Staats-Intrigen,
um mit selbst gemachten Kriegen
alles in den Griff zu kriegen, –
wird’s den Reichen je genügen?
Die sind stur seit eh und je,
so als gäb’s kein isw.

Doch wir brauchen’s isw.
Krisen, Kriege, Katastrophen:
Jede Warnung für den Ofen!
Schief gegangen, dumm geloofen:
Sie Gewinner, – wir die Doofen
künden ihre Philosophen,
dass es niemand mehr versteh‘
nur vielleicht das isw.

Denn das weiß das isw:
Dass beim ökonomisch Messen
Größere die Kleinen pressen.
Das liegt an den Interessen,
nicht am bösen Willen dessen,
der sein Heil im gierig Fressen
sucht und findet, so als geh‘
ihn nichts an das isw.

Doch wir nutzen’s isw:
Aufgeklärt das Wissen mehren
heißt nicht’s Kapital bekehren,
sondern dass die klugen Lehren
wir bereit zu ziehen wären,
uns zu wappnen und zu wehren,
dass es künftig anders geh‘.
Dabei hilft das isw.

Dazu braucht’s das isw:
Dass die Arbeit Wohlfahrt mehre
aller – auch der Armutsheere –,
nicht zum Fluch der Menschheit kehre
sich im Bann der Aktionäre
und den Globus ganz verheere!
Dazu braucht’s die Grundidee,
die vertritt das isw.

Weil es so nicht weitergeh‘:
Soll’s ein Überleben geben,
gilt es nur sozial – und eben
ökologisch – anzustreben
ein gesellschaftliches Leben
jenseits Kriegs- und Krisenbeben.
Dafür steht das isw,
dass das jeder Mensch versteh‘.

Glückwunsch also, isw!
Dass nicht im Besitz der Klasse
der Besitzenden erblasse
all der Rest, die große Masse,
die den Reichen füllt die Kasse!
Dass uns nicht der Mut verlasse:
dafür – Danke, isw!
Weiter so – und mehr denn je!

Im Anschluss an das Gedicht verleiht Wolfgang Blaschka symbolische Orden an aktive isw’ler