20 Jahre Attac – isw gratuliert herzlich

13.02.2020 | Sonja Schmid

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2001 | Attac Austria, Flickr | CC BY 2.0

Mit der Gründung von Attac vor 20 Jahren ist ein Netzwerk entstanden, das sich gegen das global organisierte Finanzkapital wendet, die Folgen der kapitalistischen Globalisierung anprangert und Alternativen aufzeigt.

Mit der Forderung nach der sogenannten Tobin-Steuer – eine Finanztransaktionssteuer – wurde ein neuralgischer Punkt angesprochen. Durch das Bankentribunal oder die Aktion „Krötenwanderung“ ist das Thema im politischen Diskurs der BRD angekommen.

Das Gründungsmotto von Attac, die Besteuerung der Finanztransfers und die demokratische Kontrolle der Finanzmärkte insgesamt, konnte noch nicht durchgesetzt werden. Eine Folge war der Finanzcrash von 2008 und die nächste Katastrophe auf diesem Sektor steht vor der Tür.

Heute geht es darum, dem global organisierten Kapital das Konzept einer sozial-ökologischen Transformation entgegenzusetzen. Dieser Aufgabe hat sich Attac gestellt und erzielt Fortschritte.

Die kreativen Sommer-/Winterschulen von Attac oder die Schriftenreihe „Basistexte“ haben viel zum Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge beigetragen und die Erkenntnis bestätigt, dass alles was Menschen tun, zunächst durch ihren Kopf gehen muss.

Seit den Anfängen von Attac ist isw eine ihrer Mitgliedsorganisationen. Bereits auf dem europäischen Sozialforum in Florenz 2002 sowie auf vielen Attac-Konferenzen und Sommerschulen haben sich die Wege von Attac und isw gekreuzt.

Es ist ein großer Erfolg und Verdienst von Attac, dass es immer wieder gelungen ist, dem Gerede von der Alternativlosigkeit der neoliberalen Politik Positionen entgegenzusetzen. Bis in die Entscheidungsprozesse der UN hinein wirken die Forderungen nach nachhaltiger Entwicklung.

Dass eine andere Form des Wirtschaftens notwendig ist, die die Interessen von Mensch und Umwelt ins Zentrum rückt, ist zum Selbstverständnis geworden. Die Forderung nach einem sozialen und ökologischen Systemwandel zieht sich heute durch alle Politikfelder und ist zum verbindenden Element von Attac und der Klima-Bewegung geworden.

Wir sagen: Danke Attacies – macht weiter so!