Liebe isw-Leserinnen und -Leser,

Wir starten unseren Newsletter mit Beiträgen zur Polizeiaktion gegen den stellvertretenden Vorsitzenden des isw und politischen Aktivisten Kerem Schamberger. Lesen Sie unseren Protest und die zahlreichen Solidaritätserklärungen von Gewerkschaften und politischen Gruppen.

Charles Pauli kommentiert die geplatzten Koalitionssondierungen: Die schwarze Null, die gelbe Null und die grüne Null. Der wirtschaftspolitische Gehalt der angestrebten Koalitionsvereinbarung wäre die „marktkonforme Null“ gewesen. Auch die jetzt sich eröffnenden Koalitionsbildungen werden zu einer „marktkonformen Regierung mit offenen Lobbyisten-Türen“ führen.

In seinen „Anmerkungen zum 19. Parteitag der KP Chinas“ zeigt Wolfgang Müller, wie das bevölkerungsreichste Land der Erde, vor 50 Jahren arm und unterentwickelt, zur heutigen #2 oder #1 (nach Kaufkraftparitäten) geworden ist. Der 19. Parteitag hat die Stabilität der gegenwärtigen Parteiführung, der Kommunistischen Partei insgesamt, auf dem Weg von einem extensiven zu einem qualitativen Wachstum dokumentiert. Bis 2050 will China „eine globale Führungsmacht mit nationaler Stärke und internationalem Einfluss sein“. Müller bescheinigt der Partei die nötige Potenz.

Kohleausstieg plus Atomausstieg - geht das, ohne dass die Lichter ausgehen? Franz Garnreiter legt dar, dass Heuchelei und Verlogenheit die Hauptbestandteile deutscher Klimapolitik sind.

Trump erweist sich mit seinem Steuerkonzept als knallharter Verfechter des obersten 1 %, zu denen er und seine Familie selbst gehören. Conrad Schuhler rechnet vor, dass diese Superreichen bis 2027 Steuergeschenke von 207.000 Dollar pro Haushalt erhalten.

Den Gastvortrag bei der Verleihung der ethecon Awards hielt isw-Autor Helmut Selinger: USA first? Alarmstufe Rot für das Klima.

Kommt der Minsky-Moment? Darunter versteht man den plötzlichen Einbruch in die Krise nach einer langen Phase der Stabilität. Leo Mayer untersucht, ob die anschwellende Finanzblase vor dem Platzen steht. Seine Prognose: Die Krise bricht erst aus, wenn die Profite im produzierenden Sektor fallen. Der Termin sei unsicher, aber sicher sei, dass er kommt.

Wir informieren Sie u.a. über eine höchst positive Nachricht: Das isw erreicht sein Spendenziel 2017. Wir sind über jeden weiteren Euro dankbar, denn wir wollen unseren Internetauftritt erheblich ausweiten, was auch eine finnzielle Dimension hat.

Kommen Sie gut durch die angeblich stillen Tage. Gegen die Propaganda von Profit und Politik hilft nur eigenes Nachdenken und manchmal die geballte Faust. Dabei wären wir gerne von Nutzen.

Ihre isw-Redaktion

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Kommentare & Beiträge

isw protestiert gegen Hausdurchsuchung bei Kerem Schamberger: Aufruf zur Solidarität!
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Die schwarze Null, die gelbe Null und die grüne Null
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Anmerkungen zum 19. Parteitag der KP Chinas
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Kohleausstieg plus Atomausstieg – geht das, ohne dass die Lichter ausgehen?
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Durch Trumps Steuerreform erhält das reichste 1% bis 2027 ein Steuergeschenk von 207.000 Dollar pro Haushalt – zulasten des „middle America“
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USA first! - Alarmstufe Rot für das Klima
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Kommt der 'Minsky-Moment'?
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Neue Hefte

report 111

Walter Baier, Erhard Crome, Conrad Schuhler: report 111

Die Zukunft Europas - Ohne demokratische Erneuerung hat es keine

erscheint: 27. November 2017
Umfang: 32 Seiten
Kosten: 3 €

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wirtschaftsinfo 52

Marcus Schwarzbach: wirtschaftsinfo 52

Agil und ausgepresst – Agile Unternehmensführung als Herausforderung für Gewerkschaften und Betriebsräte in der digitalen Arbeitswelt

erscheint: 27. November 2017
Umfang 16 Seiten
Kosten: 1,50 €

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Unser Ziel für 2017 war: 15.000 Euro Spenden. Wir brauchen dieses Minimum, um unsere Leistungen finanzieren zu können: Reports, Wirtschaftsinfos, Grafik-Reports, Spezials, Forschungshefte, Veranstaltungen (von „kleinen“ Vorträgen und Seminaren bis hin zu Foren oft globalen Zuschnitts). Nun haben wir Ende November bereits die 15.000-er Marke erreicht. Unser herzlicher Dank dafür. Wir wissen, dass die meisten unserer LeserInnen und SpenderInnen mit ihrem Geld rechnen müssen. Eines der Dinge, die uns verbinden. Um so froher sind wir über den Erfolg.

Sollten wir zum Ende des Jahres „Überschüsse“ erzielen, wäre das ein Glück. Wir wollen nämlich unseren Internetauftritt erheblich ausweiten. Das wird uns auch finanziell fordern. Wenn es zum Jahresende von Ihnen etwas zu vergeben gibt – wir können es gut und für uns alle nützlich gebrauchen.