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EURO-Strategien des Kapitals
erscheint: Oktober 1996
Umfang 37 Seiten
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Beschreibung

In der Neujahrsnacht zum ausgehenden Jahrtausend wird sie gezündet – die dritte und letzte stufe der Europäischen Währungsunion (EWU). 1999 werden die Wechselkurse der teilnehmenden Länder endgültig und „unwiderruflich“ untereinander und an den Euro fixiert. Drei Jahre später soll der Euro auch als Münze und alleinig es Zahlungsmittel in einem Kerneuropa glänzen, dem restlichen Europa als Leitstern leuchten. Das ist zumindest der Wille von Kapital ·und Kabinett der meisten EUstaaten. Deren Völker aber wollen das Europa-Geld nicht, auch nicht die Deutschen: 58 bis 70 Prozent – je nach Umfrage – sagen nein zur Währungsumstellung (vgl. SZ, 25.7.96). Wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Den einen brachte sie bereits im Vorfeld soziales Leid und Elend. Die anderen fürchten um den Wert ihrer größeren oder kleineren Geldschätze. Doch die Regierenden schert das wenig. Sie ziehen den Euro-Fahrplan durch, auf ‚Teufel komm raus“ (Volksbankenpräsident Grüger). Vorliegender isw-repott untersucht die Vorbereitungen und Wirkungen der geplanten Einheitswährung. Ein weiterer Abschnitt befaßt sich mit der geplanten EU-strukturreform im Rahmen der laufenden Regierungskonferenz zur Fortschreibung des Maastrichter Vertrages (Maastricht II). Im Sehfußteil werden Alternativen zum geplanten Währungsverbund skizziert. Dieser report baut auf isw-report Nr. 13 („Vom Supermarkt zur Supermacht?“) und isw-report Nr. 23 („Kerneuropa – Keim zur Weltmacht‘} auf.

Inhalt

  1. EU – von Maastricht I nach Maastricht II
    1. Erweiterung oder Vertiefung der Integration
    2. Deutschland – Zentralmacht Europas
    3. Kapital-Macht: Europoly der Konzerne
  2. Die Euro-Geldunion
    1. Bluten für den Euro
    2. Verschieben oder aufweichen
    3. Kern-Europa – der Keim geht auf
    4. Kern-Fusion und Kern-Spaltung
  3. Kern-Europa mit „vaiiabler Geometrie“
  4. EU-Alternativen