report 21

15.10.1994 | Charles Pauli, Franz Garnreiter

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Ein Begriff macht Karriere: Nachhaltige Entwicklung oder auf Englisch „Sustainable Development“. Nachhaltige Entwicklung bezeichnet ein Denkmodell, das Ökonomie und Ökologie versöhnen und in Einklang bringen will. Im Kern geht es darum, wirtschaftliche Entwicklung so zu gestalten, dass sie die Natur nicht „übernutzt“. Die natürlichen Quellen der Wirtschaftstätigkeit dürfen lediglich in einem solchen Umfang in Anspruch genommen werden, dass wirtschaftliche Entwicklung auch noch für künftige Generationen möglich ist und nicht aufgrund von Umweltzerstörung, Umweltkatastrophen und abnehmenden Rohstoffvorräten abbricht. Die Diskussion über Fragen des Sustainable Develop ment läuft nicht nur in Forschungsinstituten und im Wissenschaftsbetrieb. Die Idee des nachhaltigen Wachstums wird immer wieder auf internationalen Kongressen von Politikern propagiert . Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 1987 von der sogenannten „Brundtland-Kommission“, der „UN-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung“ vorgestellt. Auch auf dem sogenannten „Erdgipfel“ von Rio 1992 spielte sie eine wesentliche Rolle.