report 45

15.12.2000 | Tatjana Fuchs

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Überlegungen zur Verteilung und Verteilungsgerechtigkeit stehen vor dem Problem, entweder den materiellen Reichtum in einem exklusiven Teil der Welt gleicher verteilen zu wollen unter Ausschluss und auch auf Kosten der ausgeschlossenen Mehrheit der Welt – oder sich an einem ’neuen‘ Konzept von Reichtum zu orientieren, nämlich an Reichtum, der verallgemeinerbar ist, der nicht auf Ausschluss beruht und der die menschlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten in ihrer gesamten Universalität ins Zentrum rückt. Ein Konzept, das in isw-report 45 vor dem Hintergrund von 2500 Jahren ‚Reichtumsgeschichte‘ als menschlicher und gesellschaftlicher Reichtum bezeichnet wird, und das sowohl das Bedürfnis nach materieller Sicherheit umfasst, aber auch das Bedürfnis nach Zeitsouveränität, Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, Selbstbestimmung und Emanzipation.