report 47

15.06.2001 | Wolfgang Müller

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Die Zeitungen sind gefüllt mit Krankheits- und Todesberichten von HighTech-Firmen. Offensichtlich ist der Technologiesektor also doch nicht immun gegen zyklische Abschwünge. Was ist schief gegangen? Ist die oft ausgerufene Informationsgesellschaft schon zu Ende, bevor sie richtig gestartet ist? Erstickt der Technologiesektor an seiner eigenen Arroganz, an seinem eigenen Tempo? Daran, dass alle 6 bis 18 Monate eine neue, angeblich revolutionäre Technologie vermarktet wird, die unser gesamtes Leben verändern soll? Welche Rolle spielt die Informationstechnologie inzwischen für die Gesamtwirtschaft, und zieht der Technologiesektor jetzt die Gesamtwirtschaft in den Abwärts-Strudel? Und schließlich: Was bleibt übrig von all dem Neuen, das das Internet-Zeitalter bringen sollte? Beispielsweise, dass die kleinen, schnellen Firmen die großen, langsamen Konzerne verdrängen, oder dass das künftige Wirtschaften vor allem in der Verarbeitung von Information und nicht mehr in der Erstellung handfester Produkte und Dienste besteht?

Der Autor Wolfgang Müller hat lange als Softwareentwickler und Trainer in amerikanischen IT-Konzernen gearbeitet. Seit zwei Jahren ist er bei der IG Metall Bayern zuständig für Siemens und die IT-Branche.