report 79

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Wirtschaftsdemokratie und Vergesellschaftung. Zu einer solidarischen Gesellschaft jenseits des Kapitalismus
erscheint: Januar 2010
Umfang 48 Seiten
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Beschreibung

Die Wachstumswirtschaft des Kapitalismus steuert auf eine Grenze zu, wo die Natur nicht mehr in der Lage ist, die nötigen Rohstoffe zu liefern und die produzierten Abfälle und Schadstoffe aufzunehmen, und wo die Ausbeutung der Beschäftigten einerseits und die Ausgrenzung der „Überflüssigen“ andererseits ständig zunimmt. Auch ein „grüner Kapitalismus“ würde an diesen Zwängen und Folgen kapitalistischen Wachstums nichts Wesentliches ändern. Menschen und Natur halten den Kapitalismus nicht mehr aus, doch nach wie vor herrscht der zerstörerische Kapitalismus in Wirtschaft und Gesellschaft.

isw-Report 79 stellt diese Frage in den Mittelpunkt: Wie kann unter den Bedingungen der aktuellen Dominanz der kapitalistischen Kräfte die Transformation zu einer solidarischen und kooperativen Gesellschaft gelingen?
Die bisherigen historischen Erfahrungen mit Gegenmodellen zum Kapitalismus – vom „utopischen Kommunismus“ über die Pariser Kommune und die deutschen Räterepubliken bis zu modernen Kooperativen wie Mondragon werden ebenso untersucht wie die gesamtgesellschaftlichen „Großversuche“ des „skandinavischen Modells“ und des „realen Sozialismus“.

Im abschließenden Hauptteil erörtert der Report die aktuellen Ansatzpunkte einer Strategie der Transformation. Im Vordergrund stehen hier Instrumente für eine neue gesellschaftliche Weichenstellung: das politische Mandat der Gewerkschaften, neue Formen der betrieblichen und gesamtgesellschaftlichen Mitbestimmung und die Qualifizierung von Volksabstimmungen als effektives Mittel demokratischer Einflussnahme. Die demokratische Kontrolle des Finanz- und Bankensektors gehört zu den aktuellen Aufgaben ebenso wie die Entwicklung des Genossenschaftswesens und die Wiedergewinnung der Gemeingüter, die der unseligen Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes ein Ende setzen muss.