28. isw-forum: Klima-Imperialismus Planetarische Ausbeutung und Neo-Kolonialismus

Date: 24/09/2022
Einladung als PDF

Datum: Samstag, 24. September 2022

Uhrzeit: 13-18:00 Uhr

Ort: im EineWeltHaus München, Gr. Saal E01 Schwanthalerstr. 80, Rgb. (U4/5 Theresienwiese) und online via Zoomkonferenz (Meeting-ID: 869 9613 3952)


In der aktuellen Auseinandersetzung um Klimaschutzmaßnahmen wird klar, dass diese zu Lasten des globalen Südens und der dort lebenden Menschen gehen werden. Die Lebensweise unter kapitalistischen Produktions- und Lebensbedingungen führt zu einer Externalisierung der Folgeschäden. Dazu zwei Beispiele: Die Ampel-Koalition will bis 2030 den Strombedarf zu 80% aus sog. Erneuerbaren Energien decken. Dies geht nur durch Energieimporte, etwa aus geplanten Sonnenkraftwerken in afrikanischen Ländern. Durch die mit Milliardensummen finanzierten Exklaven der Energieproduktion werden die Menschen vor Ort ihres Territoriums und ihrer Bewegungsfreiheit beraubt. Das Landgrabbing wird sich weiter beschleunigen. Der zunehmende Bedarf von Lithium und Kupfer für die Elektromobilität, unser „grüner“ Umbau, führt in den exportierenden Ländern in Lateinamerika zu massiven Schäden und konterkariert deren Bemühungen um Umweltschutz.

  • Prof. Dr. Ulrich Brand
    Politikwissenschaftler und Autor
    Klima-Imperialismus – seine Bedeutung für das Nord-Süd-Verhältnis
  • Kathrin Hartmann
    Freie Schriftstellerin, Rechercheteam „Die Anstalt“, Autorin
    Externalisierung von Klimaschutzmaßnahmen und ihre Bedeutung für den globalen Süden
  • Dr. Kerem Schamberger
    Kommunikationswissenschaftler, Referent von medico international
    Fluchtursache Klimakatastrophe – wie die Welt durch den globalen Kapitalismus unbewohnbar gemacht wird