Angst vor dem Wandel? Sozial-ökologischer Umbau in der Krise.

Date: 22/07/2021
Datum: 22.07.2021
Uhrzeit: 19 Uhr
Teilnahme
Hybrid: in Präsenz im EWH, kleiner Saal
München, Schwanthalerstr. 80 und online über dieses Zoom-Meeting
Die Klimakatastrophe ist, wenn überhaupt, nur noch durch drastische Maßnahmen abwendbar. Dabei geht es um massive Eingriffe in die Lebenswelt der Menschen, beginnend in unserem reichen und doch so ungleichen Land. Die notwendigen Veränderungen betreffen die Produktions- und Lebensweise: industrielle Produktion nicht zur Bedürfnisbefriedigung, sondern zum Zweck der Reichtums-Vermehrung. Und die ungleiche Verteilung dieses Reichtums, die Konzentration von Milliarden-Vermögen in wenigen Familien, eine Schicht sehr reicher Millionäre, eine weitere Schicht von Techniker*innen, Facharbeiter*innen zum Beispiel aus der Autoindustrie, die recht gut verdienen und das Häuschen, den Zweitwagen und die jährliche Fernreise zu verlieren haben. Wenn das zusammen 10 Prozent der Bevölkerung sind, so sind das eben ca. 8 Millionen Menschen mit viel Einfluss auf die Politik und auf die Medien. Den anderen 90 Prozent, also etwa 70 Millionen Menschen, die kein Vermögen besitzen, wird vermittelt, dass es ihnen gut geht, wenn der Reichtum der Reichen weiterwächst. Aus all dem und aus der Lebenserfahrung im Kapitalismus entsteht Veränderungsangst bis hin zur aggressiven Abwehr von Veränderungen. Andererseits ist da eine starke Klima- und Verkehrswendebewegung, eine Umweltbewegung, die auf dringend notwendige Änderungen aufmerksam macht: Reduzierung des Verkehrs von Personen und Gütern, des Luftverkehrs, des Straßenbaues sowie ein Ausbau der öffentlichen Verkehrsangebote. Und dazwischen die Gewerkschaften, die um die Klimakatastrophe wissen und gleichzeitig die Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken auf soziale Sicherheit vertreten.