grafikreport 12

15.01.2009 | Fred Schmid, Claus Schreer

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60 Jahre NATO – was den Mitgliedsstaaten, Deutschland in der ersten Reihe, in diesem Jahr Anlass zu umfänglicher Selbstbeweihräucherung ist, stellt in Wahrheit einen Skandal erster Güte dar. 19 Jahre nach dem Ende der globalen Systemauseinandersetzung weist die Nato die höchsten Militärausgaben aller Zeiten auf, mehr als zwei Drittel dessen, was auf der ganzen Welt für Rüstung ausgegeben wird. Die Nato und ihre Mitgliedsstaaten führen unter dem Kommando der USA Kriege in Afghanistan und im Irak, weit außerhalb des Bündnisgebietes (Nato = North Atlantic Treaty Organisation, Nordatlantikpakt-Organisation) und wider jedes Völkerrecht.

Was den Mitgliedsstaaten, Deutschland in der ersten Reihe, in diesem Jahr Anlass zu umfänglicher Selbstbeweihräucherung ist, stellt in Wahrheit einen Skandal erster Güte dar. 19 Jahre nach dem Ende der globalen Systemauseinandersetzung weist die Nato die höchsten Militärausgaben aller Zeiten auf, mehr als zwei Drittel dessen, was auf der ganzen Welt für Rüstung ausgegeben wird. Die Nato und ihre Mitgliedsstaaten führen unter dem Kommando der USA Kriege in Afghanistan und im Irak, weit außerhalb des Bündnisgebietes (Nato = North Atlantic Treaty Organisation, Nordatlantikpakt-Organisation) und wider jedes Völkerrecht.

Selbstherrlich haben die Nato und mit ihr Deutschland die ganze Welt zu ihrem Einsatzgebiet erklärt. Unverblümtes Ziel sind die Sicherung der Transportwege und der Ressourcen für den globalen Kapitalismus, dessen Hauptländer auch die Dirigenten der Nato sind. Während die Rüstungsausgaben steigen, senken die Industrieländer die Entwicklungshilfe. Sie befindet sich auf einem historischen Tiefstand, erreicht nicht einmal die Hälfte der zu Beginn des Jahrtausends zugesagten Leistungen. Statt auf die Überwindung der Kluft zwischen Arm und Reich setzen die reichen Industrieländer auf die militärische Kontrolle ihres globalen Ausbeutungsfeldes und auf die militärische Bewältigung jeden eventuellen Aufbegehrens gegen die globale Ausplünderung.

Mit Armut und Hunger wachsen nach dieser inhumanen Logik die notwendigen Militärausgaben und kriegerischen Eingriffe. 2007/2008 ist die Zahl der Hungernden auf über 920 Millionen Menschen gestiegen. Fast jeder sechste Mensch ist hungerkrank. Mit der tiefgreifenden kapitalistischen Krise werden sich die Lebensbedingungen für einen Großteil der Menschheit weiter dramatisch verschlechtern. Neue Herausforderungen für die Nato! Längst sind die materiellen Voraussetzungen gegeben, dass alle Menschen sich ausreichend und gesund ernähren, nach menschlichem Maß an Arbeit, Bildung und Kultur teilhaben. Voraussetzung wäre: eine gerechte gesellschaftliche Organisation und eine gerechte Verteilung der Produkte der Arbeit.

Um eben dies zu verhindern, ist die Nato angetreten. Wer eine gerechte Welt durchsetzen will, muss sich einreihen in den Kampf gegen diese Nato. Mit der Nato gibt es keinen Frieden! In acht Abschnitten und 52 Seiten-Kapiteln liefert dieser Grafik-Report Grafiken, Karten, Karikaturen und Kurztexte mit den wichtigsten Fakten und Argumenten zu Nato und Bundeswehr, zu Globalisierung und Krieg, zu Rüstung und Profit und vielem mehr. Die Materialien können Hilfe geben für die Erstellung von Referaten, für die Durchführung von Bildungs- und Schulungszirkeln, für Wandzeitungen, Ausstellungen, Publikationen aller Art. Die Grafiken sind auch auf CD (Powerpoint) erhältlich. Wir ermuntern ausdrücklich zur Verwendung des Report-Materials in jeder gewünschten Form. Für entsprechende Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.