spezial 15

15.05.2002 | Fred Schmid, Conrad Schuhler

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Erdöl ist der entscheidende Treibstoff der modernen Industriegesellschaften. Die USA verbrauchen über ein Viertel der jährlich auf der Welt geförderten Öl-Menge, obwohl ihr Bevölkerungsanteil nur 5 Prozent beträgt. Die eigenen Ölvorräte der USA, die derzeit 40 Prozent des Bedarfs decken, sind bereits in zehn Jahren erschöpft. Bis dahin ist auch das Nordsee-Öl zur Neige gegangen. Die Abhängigkeit des Westens von „fremdem Öl“ wird deshalb fast total. Und dieses „fremde Öl“ lagert vor allem unter „islamischem Boden“: Dort befinden sich drei Viertel der Welt-Ölvorräte, v.a. in der Golfregion und im Kaspischen Meer.

isw-spezial 15 dokumentiert die für den Westen prekäre Öl- und Erdgas-Bilanz und seine zunehmende Abhängigkeit vom OPEC-Öl. Es wird der Kampf um das „Kaspi-Öl“ analysiert und die Strategien um die Führung der Pipelines. Mit der Installierung eines neuen Regimes in Afghanistan soll die Grundlage für Öl- und Gaspipelines für kasachisches Öl und turkmenisches Gas über Afghanistan und Pakistan zum Indischen Ozean geschaffen werden. Der „langanhaltende Feldzug gegen den Terrorismus“ entpuppt sich als Strategie der permanenten militärischen Intervention, um in den entscheidenden Ölregionen der Erde die Hegemonie der USA und des Westens zu sichern.