Liebe isw-Leserinnen und Leser,

Der politische Knaller der letzten Tage war die Brexit-Entscheidung der Briten. Die Briten wollen die EU verlassen. Conrad Schuhler fragt: Wie tot ist die EU? Für den wachsenden Verdruss der Europäer an der neoliberalen EU-Maschine macht er den galoppierenden Demokratie- und Sozialabbau verantwortlich. Er plädiert für eine europaweite Agenda der Linken, anstatt sich in nationale Einheiten auflösen zu wollen.

Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, kommt mit einem Text zu „Arbeiten in der Wirtschaft 4.0“ zu Wort. Ob sich die digitalen Technologien eher als Strategie der kapitalistischen Rationalisierung oder als Humanisierung der Arbeitswelt auswirken, hänge davon ab, wie sich Betriebsräte und Gewerkschafter als Humanisierungsaktivisten durchsetzen. Urban ist ein Hauptreferent beim ISW-Forum am 16.7. in München: Digitale Arbeit und Industrie 4.0.

In Leipzig trafen sich im Juni Aktive aus den verschiedensten Solidaritätsinitiativen zur Welcome2stay-Konferenz. 800 Aktive diskutierten drei Tage lang über ihre Arbeit und wie sie sich verbessern lässt. Flüchtlinge selbst meldeten sich zahlreich und engagiert zu Wort. Das ISW führte zwei Workshops durch, deren Referate wir hier vorstellen.

Mit Schwung in einen aktiven Sommer,

Ihre isw-Redaktion

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Kommentare & Beiträge

Nach dem Brexit: Wie tot ist Europa?
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Arbeiten in der Wirtschaft 4.0. Über kapitalistische Rationalisierung und digitale Humanisierung
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Digitale Arbeit und Industrie 4.0

24. isw-Forum: Digitale Arbeit und Industrie 4.0

Samstag, 16. Juli 2016: 10 – 17 Uhr. München, DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64

• Dr. Hans-Jürgen Urban – geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zuständig für die Funktionsbereiche Sozialpolitik sowie Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik: Digitale Arbeit: Rationalisierungsstrategie des Kapitals oder Humanisierungspotential für die Beschäftigten?

• Thomas Hagenhofer – Mitglied im Verdi-Arbeitskreis Medienberufe: Leere Fabrikhallen? Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigung.

• Marcus Schwarzbach – Berater für Betriebsräte: Digitalisierung und Arbeitszeit: Work around the clock?

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Konferenz der Solidarität mit Migranten
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Zu Willkommenskultur und Flüchtlingsabwehr
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Die Ursachen der Flucht
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Neue Hefte

report 105
wirtschaftsinfo 50
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2016: Das neue Spendenjahr

Wir haben 2015 unser Spendenziel von 15.000 Euro klar übertroffen. Für 2016 mussten wir uns wieder das Ziel von 15.000 Euro stecken. Wir brauchen diese Summe, um die Publikationen und Veranstaltungen zu finanzieren, ohne unsere Preise zu erhöhen. Die große Spendenbereitschaft unserer Leserinnen und Leser zeigt uns, dass sehr viele darin mit uns übereinstimmen.

Bis Ende Juni 2016 können wir ein Spendenaufkommen von 7.100 Euro verzeichnen. Damit liegen wir „im Plan“. Wir danken allen, die bereits gespendet haben, und denen, die das noch tun werden. Wir verstehen das auch als Auftrag, unsere Arbeit weiter zu verbessern.